Ausbesserungslack ist der schnellste und günstigste Weg, kleine Steinschläge und Kratzer am Auto zu beheben — vorausgesetzt, du trägst ihn richtig auf. Richtig gemacht, verschwindet die Reparatur im Originallack. Falsch gemacht, sieht sie schlimmer aus als der Steinschlag selbst.
Diese Anleitung führt dich durch genau den Ablauf, den wir jeder FixyPaint-Kundschaft empfehlen.
Was du brauchst
- Dein Fläschchen handgemischten Ausbesserungslack
- Mikrofasertuch und milde Seife
- Isopropylalkohol oder Silikonentferner
- Nassschleifpapier, Körnung 2000
- Klarlack (oft im Lieferumfang enthalten)
- Feiner Applikator oder Zahnstocher
- Polierpaste (optional, für den finalen Übergang)
Vorab: den richtigen Farbton wählen
Jedes Fahrzeug hat einen Werksfarbcode, der am Türholm, im Motorraum oder auf dem Typenschild steht. Falls du deinen noch nicht gefunden hast: Unser Farbcode-Ratgeber deckt alle großen Marken ab. FixyPaint mischt das Fläschchen exakt auf deinen Code — nichts wird nach Augenmaß bestimmt.
Schritt 1 — Stelle reinigen
Wasche das Blechteil mit Seife und Wasser und trockne es ab. Wische den Steinschlag anschließend mit Isopropylalkohol aus. Jedes Wachs, Fett oder jeder Straßenfilm verhindert, dass der Lack haftet.
Schritt 2 — Steinschlag vorbereiten
Ist der Steinschlag rau oder rostig, schleife die Ränder leicht mit 2000er-Nassschleifpapier an. Vergrößere den Schaden dabei nicht — glätte ihn nur. Danach trocken wischen.
Schritt 3 — Lack auftragen
Schüttle das Fläschchen eine volle Minute. Nutze einen Zahnstocher oder feinen Applikator (nicht den Pinsel im Deckel — zu viel Lack, falsche Form). Tupfe kleine Mengen in den Steinschlag und baue dünne Schichten auf. Warte 10–15 Minuten zwischen den Aufträgen.
Ziel ist es, den Steinschlag knapp unterhalb des umliegenden Lackniveaus zu füllen, nicht darüber. Hier gewinnt Geduld.
Schritt 4 — Schichten aufbauen
Die meisten Steinschläge brauchen 2–4 Aufträge. Lass jede Schicht ablüften (den nassen Glanz verlieren), bevor du die nächste aufträgst. Siehst du eine Delle, gib einen weiteren dünnen Tupfer dazu.
Schritt 5 — Klarlack
Sobald die Farbe bündig mit dem umliegenden Lack liegt, trage 1–2 Schichten Klarlack darüber auf. Der Klarlack gibt der Reparatur ihren Glanz. Lass ihn mindestens 24 Stunden aushärten, bevor du die Stelle berührst.
Schritt 6 — Egalisieren und polieren (optional)
Nach 48–72 Stunden Aushärtung schleifst du die Reparatur mit 2000er-Papier nass plan und polierst sie mit einer feinen Paste. Genau das lässt eine Profi-Reparatur unsichtbar wirken.
Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
- Den Pinsel im Deckel benutzen. Zu dick, zu klumpig. Nimm einen Zahnstocher.
- In praller Sonne oder unter 10 °C arbeiten. Der Lack lüftet nicht richtig ab und härtet nicht sauber aus.
- Klarlack weglassen. Farbe allein wirkt matt neben glänzendem Lack.
- Zu früh polieren. Damit trägst du frischen Lack wieder ab. Warte 48+ Stunden.
Wann du zur Werkstatt solltest
Ausbesserungslack ist für Steinschläge bis ca. 5 mm und feine Kratzer gemacht. Tiefe Kerben bis aufs Blech oder Schäden über ein ganzes Blechteil hinweg gehören in die Lackiererei.
Bereit loszulegen?
Finde deinen Farbton in unserem Ausbesserungslack-Sortiment — jedes Fläschchen wird von Hand auf deinen Werkscode gemischt, für eine exakte Übereinstimmung.